Hamburger Abendblatt | Tatort Hamburg

bei strengem Frost in den Graben gelegt wurde. Möglicherweise sei das Verbrechen in der Wohnung von Christa W. im Haus an der Segeberger Chaussee 329 geschehen. Dort hatte die Spurensicherung am Freitag nach dem Auf­ finden der Leiche diverse Gegenstände beschlagnahmt, darunter ein Fernsehgerät. Wenn Christa W. in ihrer Wohnung ermordet wurde, war das Verbrechen offenbar auf den ersten Blick für die Polizei nicht zu erkennen. Die Beamten hätten weder Kampf- noch Blutspuren gesehen. „Hierzu dauern die Ermittlungen und Untersuchungen noch an“, heißt es nur. Und man kommt zu einem Ergebnis, das kaum noch Zwei­ fel lässt. Am 25. März 2021 wird der Fall deshalb zu den Akten gelegt und gilt als gelöst. „Bei den kriminaltechnischen Unter­ suchungen der Spuren, die sowohl am Tatort als auch am Abla­ geort der Leiche gesichert wurden, fand sich humangenetisches Material des tatverdächtigen 60-jährigen Hamburgers, bei dem schon kurz nach Auffinden des Leichnams umfangreiche Durch­ suchungsmaßnahmen durchgeführt wurden“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der Polizeidirektion und der Staatsan­ waltschaft in Kiel. Aber auch: „Zu dem Motiv der Tat können keine belastbaren Angaben gemacht werden.“ Da nach deutschem Strafrecht nicht gegen Tote ermittelt wird, sind die Ermittlungen damit abgeschlossen. Und die Fra­ ge, warum Christa W. sterben musste? Die wird niemand mehr beantworten. Ein Passant entdeckte die Leiche an einem Feldweg in Tangstedt im Kreis Stormarn und alarmierte die Polizei. Foto: Michael Arning Ein Wagen der Feuerwehr leuchtet den Weg aus, der von der Bundesstraße 432 abzweigt. Hier wurde die Tote gefunden. Foto: Michael Arning Tatort Hamburg 5

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